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Neue OnAir/Trailerbearbeitung beim ZDF in Mainz
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Der Geschäftsbereich Design & Postproduktion beim ZDF in Mainz ist unter anderem für die Erstellung und Bearbeitung der TV-Trailer für die Programme ZDF und 3sat zuständig, welche unter Verwendung von verschiedenen Edit-Systemen gefertigt werden. Unter anderem kommen hier lineare 3-Maschinenschnittplätze, Quantel Editbox, Avid MediaComposer sowie AfterEffects Workstations zum Einsatz. Um die Systemumgebung zu vereinheitlichen und den Gerätepool zu optimieren, wurde eine bereichsinterne Arbeitsgruppe gebildet, die ein Konzept zur Umsetzung dieser Anforderungen erarbeiten sollte. Hierbei kristallisierte sich die AVID-Plattform aufgrund der positiven Erfahrungen im Arbeitsalltag als zentrales System heraus. Mehrere AVID-Systeme sowie zwei AfterEffects-Workstations wurden eingesetzt, um die Trailer für das ZDF-Hauptprogramm sowie für 3sat weitestgehend zu erstellen. Ein dritter MediaComposer wurde eingesetzt, um zusätzliche Kapazitäten sowie eine Ausweichmöglichkeit im Havariefall zu gewährleisten. Um den Arbeitsfluß konsequent zu optimieren, wurde 1998 die Anschaffung eines zentralen Datenspeichers angeregt Planung und KonzeptionMit der Planung und Konzeption des zentralen Datenspeichers wurde die Firma SMM GmbH aus München beauftragt, da SMM bereits mehrere Netzwerke dieser Art in Betrieb genommen hat. Zudem verfügt das Systemhaus nicht nur über Erfahrungen in der Netzwerktechnik, sondern betreut auch seit knapp 10 Jahren Anwender von Audio- und Videoworkstations. Das ZDF und SMM erarbeiteten zunächst ein möglichst genaues Anforderungsprofil. Der zentrale Speicher sollte die Möglichkeit bieten, ein Archiv zu erstellen auf welches alle angeschlossenen Rechner gleichzeitig zugreifen können. Die direkte Einspielung von Videodaten auf den Server versprach eine größtmögliche Zeitersparnis, bei gleichzeitig optimalem Workflow. Die Anbindung der verschiedenen Systeme an den zentralen Datenspeicher stellte die größte Herausforderung dar.
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Um das Storage Area Network (SAN) aufzubauen, setzte man auf die FibreChannel-Arbitrated Loop Technologie, da hier die Bandbreite mit 100 MB/s ausreichend groß ist und kein zusätzlicher Server benötigt wird, was den administrativen Aufwand minimiert.
Die Produktauswahl wurde von SMM vorgenommen und ein Cutter-Team des ZDF testete das Netzwerk dann im SMM Kundenzentrum in Unterföhring zwei Tage auf Zuverlässigkeit und Funktionalität. Nach Prüfung der verwendeten Systeme sowie der gewünschten Anwendung fiel die Wahl schließlich auf die FibreNet Lösung der Firma Transoft, deren Systeme bereits bei Firmen wie 20th Century Fox Films, Fox Digital und Mediaworks zum Einsatz kommt.
Da die Entfernung einzelner Workstations zum Speicher beim ZDF bis zu 120m beträgt, wird als Übertragungsmedium Lichtwellenleiter eingesetzt. Durch die optische Signalübertragung sind hiermit Längen weit über 100m problemlos möglich. Da sich die verschiedenen Clients während des Produktionsprozesses nicht gegenseitig durch evtl. Boot-, Reboot- oder Shutdown-Vorgänge beeinträchtigen dürfen, wird der Einsatz eines Fabric Switch . Ein Fabric Switch umgeht sogenannte Loop Initialisation Prozesse (LIP), welche jedesmal bei der An- und Abmeldung eines Teilnehmers im Loop versendet werden, um die dynamische ID Verteilung vorzunehmen. Da ein Switch an jedem Port einen eigenen Loop bildet, beeinflussen sich die Clients untereinander nicht.
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Das verwendete Speichersystem ist modular aufgebaut, da auch nachträglich jederzeit eine Erweiterung möglich sein soll. Der insgesamt benötigte Speicherplatz wurde zunächst auf 150 GB festgelegt. Der Speicher ist redundant ausgeführt, da bei einem eventuellen Ausfall einer einzelnen Festplatte sämtliche Daten unbedingt weiterhin im Zugriff sein müssen. Durch Einsatz eines Speichersystemes mit RAID-Controller wurde auch diese Anforderung des ZDF möglich. Der RAID-Controller verwaltet die einzelnen Festplatten so, daß ein Teil der Daten auf jeweils eine Festplatte und zusätzlich Paritäten, die zum Wiederherstellen dieser Daten notwendig sind, auf eine weitere Festplatte geschrieben wird.
Bei Ausfall des kompletten Systemes kann zudem auch auf herkömmliche Weise, also mit lokalem Speicher gearbeitet werden. Die genaue Analyse des Workflows durch Systemspezialisten von SMM ergab schließlich alle notwendigen Paramater, um die Größe der einzelnen Partitionen, sowie die Zugriffsrechte der einzelnen ZDF-Mitarbeiter zu bestimmen. Installation und Inbetriebnahme
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Alle fünf Workstations wurden über Glasfaserkabel an jeweils einen Port des Fabric Switch angeschlossen, so daß den Anforderungen nach Datendurchsatz und Betriebssicherheit bestmöglichst Rechnung getragen wurde. Der RAID-Controller des Speichersystems wurde ebenfalls mit dem Herzstück – dem Fabric Switch – verbunden. Dieser kann auf bis zu 16 Ports ausgebaut und es können zudem mehrere Switches kaskadiert werden, so daß einer Erweiterung auch in Zukunft nichts im Wege steht. Das Speichersystem wurde auf Basis von zehn 18 GB HDs als RAID 5 Verbund aufgebaut, so daß nach Einrichtung und Formatierung 150 GB als tatsächlich verfügbarer Speicher vorhanden waren. Bei der Client Software wird die Pro-Version der FibreNet Software eingesetzt, da es hier möglich ist, auch einzelne Profile für die jeweiligen Operator zu erstellen und diese durch einen Passwortschutz vor Mißbrauch zu schützen. Diese Zugriffsrechte können vom Administrator erweitert oder eingeschränkt werden. Produktionsalltag mit FibreChannelJeder Operator hat seine Partition auf die er mittels AVID Media Composer digitalisiert. Zusätzlich steht eine weitere Partition für Renderings zur Verfügung. Werden für die Erstellung der Composting-Layer bestimmte Vorlagen gebraucht, so werden diese auf eine weitere Partition exportiert, auf die auch die Graphik-Workstations zugreifen können. Hier werden nun die benötigten Schriften und Stanzflächen erstellt und mit Alphakanal abgespeichert. Am Avid Media Composer wieder importiert, werden sie verwendet, um die Verpackung der Trailer fertigzustellen. Es werden auf geschnittes Videomaterial mehrere Videolayer mit Logo, Stanzfarbflächen sowie diversen Schriften gelegt und dann zusammen auf eine MAZ ausgespielt. Dieses Masterband wird noch tonseitig synchronisiert und geht anschließend auf Sendung. Häufig benötigte Elemente für das Compositing werden wie vorgesehen im Archiv gespeichert, so daß auf diese ohne Umwege oder Konvertierungen direkt von jedem Arbeitsplatz aus zugegriffen werden kann. So werden nun Tag für Tag vier Trailer geschnitten und je nach Aufkommen und Aufwand zwischen zwei und zehn Trailer verpackt. Fazit
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Durch die Verwendung eines ausgereiften FibreChannel Systemes hat sich beim ZDF die Bearbeitung stark vereinfacht und beschleunigt, da durch das zentrale Speichersystem nun alle Elemente zentral innerhalb eines Archivs verfügbar sind. Bei Produktionen mit starkem Zeitdruck kann nun ein zweites oder drittes System am selben Projekt mitarbeiten und somit die Fertigstellung beschleunigen. Der bisher speicher- und zeitintensive Datenaustausch über Wechselfestplatten, welche jedesmal an den Systemen an- und abgemeldet werden mussten, entfällt dank zentralem Speicher völlig. Zudem kann der vorhandene Speicherplatz nun flexibler verteilt werden, indem jeweils einzelne Partitionen und nicht ganze Festplatten den Projekten zugeteilt werden. Das im April diesen Jahres installierte Netzwerk läuft nach den durch SMM vorgenommenen Anpassungen problemlos und sicher. Es ist noch dieses Jahr angedacht, in das bestehende FibreChannel System weitere Clients einzubinden. Ziel ist es, in Zukunft auch die Synchronregie in das Netzwerk direkt miteinzubinden.
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